Kunst in Florenz

Den überwiegenden Teil der toskanischen Künstler kann man in drei Zeitabschnitte aufteilen von 1200 bis 1500. Während dieser Zeit war Florenz die Wiege der einflussreichsten, künstlerischen Revolution der Geschichte, die Kunstwerke geschaffen hat, welche den Übergang von der Schönheit stilisierten mittelalterlichen Kunst zum Reichtum der hohen Renaissance bestimmen.
Mittelalterliche Kunst
Diese Form der figurativen Kunst hatte hauptsächlich religiösen Absichten. Religiöse Figuren, Ikonen, Heilige und Jungfrauen sind die meisten Darstellungen. Der Protagonist des Gemäldes ist im Zentrum der Zeichnung, umgeben von in der Anbetung idealisierten Personen. Der verbreitete Gebrauch des Goldes, welches Reinheit darstellte, aber das Fehlen von Perspektiven sind die Hauptmerkmale der mittelalterlichen Darstellungen. Die hauptsächlichen Vertreter dieser Zeit waren Duccio di Buoninsegna, Filippo Brunelleschi und Andrea Pisano, Donatello war der Anfang des Übergangs zur Renaissance.
Renaissance Kunst
Die künsterlische Bewegung, welche sich in ganz Europa verbreitete, hatte ihren Anfang in der Toskana. Inspiriert von der antiken römischen Kunst, gaben Bildhauer und Maler den klassischen Idealen Leben. Sie wurden unterstützt von Mecenate (Gönnern), ein italienischer Ausdruck das soviel bedeutet wie Personen mit Geld und Kultur, welche von den klassichen Werken von Autoren wie Platon oder Cicerone faziniert waren. Mit einer totalen Ablehnung der Formen mittelalterlicher Darstellung, studierten die klassischen Künstler Anotomie, um den menschlichen Körper so realistisch wie möglich darstellen zu können. Sie nutzten ihre mathematischen Kenntnisse um die Gesetze der Proportion und Darstellung zu verbessern. Viele Künstler fügten behutsam ihre Herrschaft in die Kunstwerke mitein, um ihnen damit zu schmeicheln. Die Künstler der Renaissance begannen ausserdem ihren Personen einen inneren Ausdruck zu verleihen. Zum ersten Mal sah man Darstellungen mit Trauer, Zorn oder Freude. Ein wunderschönes Beispiel dafür ist die Madonna von Michelangelo, wo man die Gefühle dem Gesicht der Statue ablesen kann. Die Hauptvertreter dieser Bewegung waren Michelangelo, Lippo Lippi, Masaccio, Botticelli, Verrocchio.
Manieristische Kunst
Der Manierismus benutzt warme Farben, ausgestreckte Formen und eine Posa absichtlich gewunden. Ein Vorreiter dieser Formen war Michelangelo, als er in seiner Sacra Famiglia (Heilige Familie) die Hauptpunkte seines Stiles bestimmt. Wir sehen biblische Personen wiederkommen, umgeben von klassischen Bezugspunkten wie die Statue der römischen Göttlichkeit, das Bild einer gewundenen Figur erzeugt eine dramatische Spannung in welchem Fleisch und Muskeln gut definiert sind. Die Hauptvertreter dieser Stilrichtung waren Bronino, Pontorno und Giambologna.
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